ABSCHIEDSBRIEFE ( 1933 -1945)

 

Der letzte Brief

BRIEFE BERÜHMTER MENSCHEN

 

Der letzte Brief: der königliche aller Briefe.
 Sein Aroma ist köstlich. Was sonst in armseliger
 Verteilung aus Briefen blüht:
Genialität des  Denkens,
Glaubens Liebens
– im letzten Brief
wird er zu einer  Synthese.
Sein  Pathos ist unerhört  - aber sein Ethos
wächst darüber hinaus. Beide – Pathos und Ethos –
werden aufgenommen in die hohe Stimme
einer nie zu  entwirrenden Mystik.  Es ist das Schicksal
der letzten Takte der neunten Symphonie,
die eingehen in die Seligkeit eines metaphysischen Soprans. ....

 
Ilse  Linden
  Der letzte Brief Eine Sammlung letzter Briefe
Herausgegeben von Ilse Linden /Erschienen bei Oesterheld & Co Verlag
Berlin 1919
 
 

 



SCHENK BERTHOLD

 

10.08 1905 - 15.03.1944

 

Werner Traber, schreibt: «Wollte man ein Standbild der Lauterkeit, Güte und Rechtlichkeit meisseln, so sollte man ihm die Züge von Berthold Stauffenberg geben.
Er wusste und entschied intuitiv, was recht war – oft früher als andere, die später sein Urteil bestätigen mussten.
Ihn beseelte nicht der grosse Schwung der Tat, die in die Welt wirkt. Ruhm und Ehre lockten ihn nicht. Er hatte Rechtswissenschaften studiert und gelehrt.

Die Frage nach Recht und Gerechtigkeit zwischen den Völkern war ihm Beruf und echtes Anliegen geworden. Dafür wirkte er, soweit er konnte, auch im Krieg, als er im OKM Beamter war. Wort und Schrift waren die ihm angemessenen Mittel des Handelns.

Dichtung und Kunst waren durch Tradition und eigene Natur Elemente seines Lebens.
 

 

 

Literatir; Das Gewissen steht auf./1954  MOSAIK VERLAG • BERLIN -FRANKFURT/MAIN

 

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